Beikost

Beikost Baby BeitragsbildGesund, lecker, bio, vitaminreich, nahrhaft, als Frühstück, Mittag oder Abendessen, als kleiner Snack, Quetschie … so schreit die bunte Vielfalt Eltern aus dem Babyregal entgegen. Nun stehen Sie das erste Mal da… Was ist das Beste für mein Baby, fragen Sie sich? Natürlich alles, ansonsten würden es nicht hier stehen, oder? Beikost, das ist kompliziert – vermittelt zumindest der erste Blick in die Regale der Babyabteilung eines Supermarktes oder Drogeriemarktes.

Glücklicherweise ist es anders und die Welt der Beikost endet nicht im Regal des Marktes. Einfache und gesunde Beikost können Sie Ihrem Baby selbst zubereiten und das ist nicht selten besser als wenn Sie Baby Beikost kaufen. Dazu brauchen Sie nicht einmal ein Kochbuch. Erfahren Sie hier mehr zum Thema „Beikost Baby“, lassen Sie sich inspirieren und kochen Sie die Rezepte nach.


Die richtige Zeit für Beikost – wann ist es so weit?

Die Wissenschaft ist sich nicht ganz einig. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) spricht von einem Startzeitpunkt zwischen dem vollendeten 4. und 6. Lebensmonat. Die World Health Organisation (WHO) empfiehlt, das Baby bis zum 6. Lebensmonat ausschließlich zu stillen. Dabei verweisen beide auf umfangreiche Studien. Je mehr Sie recherchieren, desto mehr verschiedene Empfehlungen erhalten Sie.

Die auf unserer Seite aufgeführten Rezepte orientieren sich an den Ernährungsempfehlungen des FKE. Sie werden hier also bereits Rezepte ab dem 5. Lebensmonat finden. Diese Anfangsrezepte für Baby Beikost können Sie natürlich immer für den Start nutzen, fangen Sie also an, wenn Sie und Ihr Baby bereit sind. Ihr Baby wird Ihnen Signale senden: Es beobachtet Sie gespannt beim Essen, greift nach Lebensmitteln, wird unruhig oder zeigt es auf seine spezielle Art und Weise. Dann ist vielleicht die Zeit schon gekommen!

Der erste Brei – Beikost für Anfänger!

Nicht der exakte Startzeitpunkt, vielmehr was Sie Ihrem Baby zu welcher Zeit zubereiten, ist für eine körperliche und geistige Entwicklung von Bedeutung. Das Sie nicht mit einem pürierten Gulasch starten ist selbstverständlich. Es gibt Lebensmittel, die sich für den Start der Beikost besonders gut eignen. Hierzu zählen vor allem reiner Möhren-, Pastinaken-, Kürbis-, Süßkartoffel-, Zucchini- oder auch Gurkenbrei. Diese Breie lassen sich schnell frisch zubereiten. Hierfür schälen Sie das gewünschte Gemüse, würfeln es und dünsten es auf kleiner Flamme. Anschließend pürieren Sie das gekochte Gemüse mit dem Kochwasser – gießen Sie hierfür nach und nach so viel Kochwasser hinein, bis der Brei die gewünschte Konsistenz erhält. Einige Babys mögen recht dünne Breie, andere Babys eher dickere – probieren Sie es aus!

Bereiten sie jedoch nicht allzu viel Brei zu, denn sie werden schon ein oder zwei gegessene Löffel als Erfolg verzeichnen können. Voraussetzung für die erfolgreiche Einführung der Beikost ist, dass Ihr Baby das Köpfchen selbst halten kann. Auf einem Stuhl muss es noch nicht sitzen können. Entweder halten Sie Ihr Baby zum Essen auf dem Arm oder setzen es in eine Wippe. Verweigert Ihr Baby den Brei, so ist es vielleicht zu früh und Sie versuchen es einige Tage später erneut. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Baby die Beikost zu keinem Zeitpunkt aufzwingen, denn eine positive Erfahrung mit Essen wird sich zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen.

Beikost Rezepte für den Start:


Frühstück, Mittag, Abendessen – Beikost nach Plan

Neben einer optimalen Ernährung soll Baby Beikost noch eine weitere wichtige Aufgabe erfüllen – nämlich den Übergang von Stillmahlzeiten zu einer gesunden Familienkost. Somit soll ein optimaler Beikost Plan neben nahrhaften Speisen auch altersgerechte Lebensmittel und die jeweils passende Konsistenz des Breies berücksichtigen.

Zugegeben, spricht man über einen „Plan“, so mag dies übertrieben sein. Es ist jedoch wichtig, dass Sie eine Art Leitfaden vor Augen haben:

Beikost-Plan – Schritt 1:

Gewöhnen Sie Ihr Baby vorsichtig an feste Nahrung. Führen Sie – wie bereits oben beschrieben – den Anfangsbrei ein. Dabei ist wichtig, dass Sie nichts übereilen. Lassen Sie sich auf das Tempo Ihres Babys ein – seien Sie geduldig. Experimentieren Sie mit der Konsistenz, da nicht jedes Baby von Anfang an feste Breie mag.

Beikost-Plan – Schritt 2:

Ersetzen Sie Schritt für Schritt eine Still- durch eine vitaminreiche Breimahlzeit. Hierbei ist wichtig, dass Sie einen Brei über eine gewisse Zeit einführen. Das bedeutet, wenn sie sich zum Beispiel für einen Mittagsbrei entschieden, geben Sie nur diesen für etwa einen Monat bis Sie eine weitere Breimahlzeit einführen.

Beikost-Plan – Schritt 3:

Generell gilt, dass Sie nur solche Lebensmittel verwenden, die Ihr Baby auch gut verdauen kann. Am Anfang bereiten Sie die Baby Beikost vor allem aus gut bekömmlichen Lebensmitteln zu, während der letzten Monate können Sie anspruchsvollere (mit mehr Zutaten) und stückigere Kost – wie beispielweise ganze Nudeln -auftischen. Unter Breirezepte finden Sie eine Übersicht altersgerechter Lebensmittel.


Beikost Baby – Diese Mahlzeiten versorgen Ihr Baby optimal

Beikost Baby Beitragsbild1Gemüse-Fleisch-Brei

Ihr Baby hat noch keine Essgewohnheiten und kann daher theoretisch einen beliebigen Brei zu jeder beliebigen Zeit essen. Sie können jedoch von Anfang an Ihre Gewohnheiten vorleben und die Beikost zu passender Zeit auftischen. Ein Gemüse-Fleisch-Brei eignet sich als Mittagsbrei daher hervorragend. Wie der Name bereits verrät, beinhaltet eine solche Mahlzeit vitaminreiches Gemüse und eisenreiches Fleisch, welches für die Muskel- und Gehirnentwicklung wichtig ist. Kombinieren Sie die beiden Komponenten zusätzlich mit Getreide, so erhält Ihr Baby weitere wichtige Ballaststoffe und Spurelemente. Alternativ kann diese Komponente durch Kartoffeln ersetzt werden.

Beikost Baby Beitragsbild2Getreide-Obst-Brei

Obst wird aufgrund des beinhalteten Fruchtzuckers von Babys sehr gerne gegessen. Kombinieren Sie es mit Getreide, so enthält Ihre Baby Beikost neben Vitaminen auch Spurelemente, Ballaststoffe und Mineralstoffe. Diese Mahlzeit können Sie in Ihrem Plan hervorragend als Zwischenmahlzeit oder Frühstück einbauen.

 

Beikost Baby Beitragsbild3Milch-Getreide-Brei

So wie der Obst-Getreide-Brei bei Babys beliebt ist, ist diese Mahlzeit bei Eltern beliebt. Jeder kennt es: Die Nächte werden vom hungrigen Baby unterbrochen. Da Getreide gut sättigt, muss Grieß – mit der Hoffnung auf einen langen Schlaf – her. Ob das Baby dadurch durchschläft, sei an dieser Stelle dahin gestellt – den meisten Babys schmeckt der Brei und das ist wichtig. Geben Sie Ihrem Baby jedoch ein solches Abendessen nicht kurz vor dem Schlaf. Getreide ist schwerer verdaulich und kann gegebenenfalls Bauchschmerzen verursachen.

 


Qual der Wahl – Beikost selber kochen oder fertige Gläschen kaufen

Wenn Sie sich auf die Beikost-Zeit vorbereiten, so ist es sicher nicht verkehrt, wenn Sie sich in der Babyabteilung der Super-, Drogerie- und Biomärkte umschauen, denn eine gekaufte Beikost ist keine schlechte Beikost. In Deutschland verkaufte und hergestellte Babynahrung unterliegt besonderen Vorschriften, die nicht nur eine schonende Herstellung, sondern auch die zu verwendenden Zutaten regelt. Für viel beschäftigte Eltern kann fertige Baby Beikost eine Erlösung sein. Entscheiden Sie sich also Ihr Baby mit Gläschen und Co. zu ernähren, ist dies vollkommen in Ordnung und Ihr Baby bekommt auch so eine gesunde und nahrhafte Beikost. Hinweis: Achten Sie darauf, Bio-Gläschen zu kaufen. Diese sind nicht unbedingt teurer als „normale“ Gläschen. Seien Sie jedoch vorsichtig bzw. immer ein wenig skeptisch und prüfen Sie, ob ein Keks-Frühstücksbrei oder ein Stracciatella-Abendbrei das richtige für Ihren Schützling ist. Auf die richtigen Zutaten kommt es an! Also lesen Sie das Kleingedruckte und lassen Sie sich nicht von Aufschriften wie „Gesund, Lecker und Co.“ verwirren. Zuckerzusätze, Geschmackverstärker, Aroma- und Mineralstoffzusätze, diverse Vitaminmischungen (außer Jodzusatz und gesetzlich vorgeschriebenes Vitamin B1), Maltodextrin und weitere Begriffe, sind in einer Baby Beikost schlicht überflüssig.

In einer guten und vollwertigen Beikost muss nicht viel drin sein. Neben den gewünschten Grundzutaten – Gemüse/Obst/Milch, Fleisch und Getreide/Kartoffeln sollte eine Mahlzeit eine Vitamin C-haltige Zutat (Apfel-, Orangensaft und ähnliches), sowie ein wenig Rapsöl beinhalten. Ein zusätzlicher „Schuss“ Vitamin C hilft dem Körper bei der Eisenaufnahme aus den Zutaten und Rapsöl liefert wichtige Omega-n-Fettsäuren. Und das ist es auch – nicht mehr, nicht weniger!

Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Breirezepte sind sehr einfach und schnell zubereitet. Wenn Sie sich zudem ein paar Zubereitungsregeln aneignen, dann werden Sie Beikost schnell auch selbst zaubern können. Wenn Sie lieber mit Kochanleitung arbeiten, werden Sie natürlich bei uns aber auch auf anderen Seiten fündig. Neben den bekannten Kochportalen sind insbesondere spezialisierte Familien-Magazine eine gute Quelle – Rezepte für Babynahrung auf socko.de zählt hierzu.

Selbstgemachte Beikost und ihre Vorteile:

  • Sie wissen ganz genau was ihr Baby isst. Reagiert Ihr Baby allergisch, so wissen Sie exakt was im Brei drin war.
  • Sie können Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und Lebensmittelkombinationen neu erfinden. Seien Sie jedoch immer vorsichtig und überfordern Sie ihr Baby nicht. Kombinieren sie nicht allzu viele Zutaten – drei bis vier Grundzutaten genügen vollkommen.
  • Sie kontrollieren die Mengen der verwendeten Zutaten, denn ein Baby sollte täglich ausreichend Fleisch (Eisen) erhalten. Bei jüngeren Babys circa 25g und bei älteren bis zu 30g am Tag. Das finden Sie in einer fertigen Kost eher nicht, da Fleisch teuer ist und Konzerne „kosteneffektiv“ arbeiten.

Eine selbstgekochte Beikost kann am Anfang etwas aufwendig beziehungsweise zeitintensiv sein. Kochen Sie jedoch das eine oder andere Babybrei Rezept nach, so haben Sie schnell den Dreh raus. So kann ein Brei in kurzer Zeit frisch zubereitet und sogar für mehrere Tage vorgekocht werden. Schließlich braucht und soll ihr Baby nicht täglich eine andere Mahlzeit bekommen – zumindest zu Beginn.

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